Dokumentationen

ICH BIN JETZT MANN. PUNKT.

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25. November 2013, 21.00 Uhr, br, Sendereihe „lebenslinien“

Seit vier Jahren steht Dorian Kai Liebenau jeden Morgen auf, geht ins Bad und rasiert sich. Er zieht ein Hemd an und bindet sich die Krawatte. Der Jurist ist 49 Jahre alt. In Dorian‘s Leben gab es aber auch einmal eine „Perlenketten-Ära“, wie er sie heute nennt. Dorian wird 1964 in Köln als Kerstin geboren. 46 Jahre lang sucht Kerstin nach der Antwort: Bin ich eine Frau, oder bin ich ein Mann?

Schon als Kind weiß Kerstin, irgendetwas stimmt mit mir nicht, kann dieses Gefühl aber nicht benennen. Die Pubertät erlebt sie als Albtraum: Die Brüste wachsen, die erste Regelblutung, Mama kauft den ersten BH. Nach dem Abitur, während ihrer Ausbildung zur Zollinspektorin, entwickelt sie zum ersten Mal zu einem anderen Menschen Nähe – zu einer Frau. Die Gefühle werden nicht erwidert, Kerstin wird magersüchtig. Irgendwie strampelt sich die damals 25-jährige zurück ins Leben. Als sie in München ihr Jurastudium beginnt, erkennt sie plötzlich: „Ich bin lesbisch!“

Ich bin jetzt ein Mann - Dorian

Doch die Gefühlsturbulenzen werden nicht weniger. Immer mehr lehnt sie ihren weiblichen Körper ab. Sie ist 43 Jahre alt, als sie erkennt: „Ich bin transsexuell.“ Im Privaten lebt jetzt sie als Mann, in ihrem Beruf beim ADAC tritt sie aber noch als Frau auf. Noch zögert Kerstin den letzten Schritt, die Geschlechtsumwandlung, hinaus: Sie hat Angst davor ihre Familie, Freunde, Partnerin, den Arbeitgeber …

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GENIE UND GRÖßENWAHN

HAPPY BIRTHDAY RICHARD WAGNER

Dokumentation- Wagner

Copyright: Matthias Ose

Sendung im Bayerischen Fernsehen am 22. Mai 2013 um 22.00 Uhr

Kein anderer Komponist polarisiert derart wie Richard Wagner: Man liebt oder hasst ihn. Man liebt ihn seiner „genialen“ Musik, seines „Gesamtkunstwerkes“ wegen. Oder aber man hasst seine „schwere“ Musik, die verquasten Handlungen, bekommt schon Ohrensausen,  wenn  man  allein  die  Namen  seiner  Protagonisten  z.B. Woglinde, Wellgunde und Floßhilde hört oder nur an Richard Wagner, den Antisemiten, denkt. Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner wird landab, landauf der „Meister“ gefeiert. Nicht nur  bei uns, überall auf  der  Welt. Eigentlich, so sagen  die ausgewiesenen Kenner,   sei  über  den  gebürtigen  Leipziger alles  gesagt,  alles  geschrieben,  alles bekannt.  Das  ist  auch  der  Grund,  warum  das  Bayerische Fernsehen  den  200. Geburtstag von Richard Wagner zum Anlass nimmt, Menschen zu porträtieren, die auf ganz besondere Weise mit dem Wahl-Bayreuther zu tun haben:

Die letzte lebende Enkelin von Richard Wagner spricht über den Segen und den Fluch eine  „Wagner“ zu  sein; der  zur  Zeit sicher einer  der  bedeutendsten  „Lohengrin- Tenöre“,  Klaus-Florian Vogt,  erzählt,  warum  er  vom Musiker zum  Wagnersänger wurde, und dass er von seiner Frau auf der Blockflöte begleitet, die Lohengrin-Partitur im Auto erstmalig einstudierte; obwohl der berühmte  Theaterregisseur Dieter Dorn und der Bühnen- und Kostümbildner  Jürgen Rose, die größten Schwierigkeiten mit dem Antisemiten Wagner haben, sehen sie doch in der Neuinszenierung des „Rings“ in Genf, Schweiz, die größte Herausforderung ihres Lebens; zwischenzeitlich bemüht sich …

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ES GESCHAH VOR ALLER AUGEN – DIE REICHSKRISTALLNACHT IN BAYERN

D, 2008, 45 Min, BRScreenshot: ES GESCHAH VOR ALLER AUGEN - DIE REICHSKRISTALLNACHT IN BAYERN

Es ist Nachmittag, es ist der 9. November 1938: Hitler und die Spitzen der Nazi-Partei in München erhalten die Nachricht: „Ernst vom Rath ist tot!“

Goebbels unterhält sich am Abend kurz mit Hitler im Bürgerbräukeller in München. Hitler geht zum Königsplatz – ohne etwas zu sagen. Goebbels hält dagegen eine Hetzrede der übelsten Art. Er fordert klare Aktionen gegen „die Juden“, ohne es aber direkt anzuordnen, so der Historiker Hermann Graml.

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FÜR DEN VATIKAN NUR DIE BESTEN – DIE PÄPSTLICHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN

D/I, 2007, 45 Min, BRScreenshot FÜR DEN VATIKAN NUR DIE BESTEN - DIE PÄPSTLICHE AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN

Provokant gefragt: Ist die katholische Kirche immer noch ein Feind der Wissenschaft? Gestern die unheilige Inquisition, heute die unselige Aidspolitik des Vatikan?

Rückblende: Die Sonne dreht sich um die Erde. Das war das unerschütterliche Weltbild des Vatikan zu Beginn des 17. Jahrhunderts. Nein, sagte Galileo Galilei, die Erde dreht sich um die Sonne. Auch Punkt. Hätte Galileo Galilei weiterhin auf seiner Erkenntnis beharrt, wäre er auf dem Scheiterhaufen für den Gelehrten unvermeidbar gewesen. Doch der Astrophysiker, damals einer der intelligentesten Zeitgenossen und somit eine „very important person“ in Rom, hatte einen prominenten Fan: Papst Klemens VIII. In einem spektakulären Prozess vor der Heiligen Inquisition wurde er zum Widerruf gezwungen?

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PHELOPHEPA – ZUG DER HOFFNUNG

D/ZA, 2004, 45 Min, arte/BR

In Südafrika haben Wunder einen Namen – zum Beispiel Phelophepa. Das sind 16 Waggons, die medizinische Versorgung in die entlegensten Winkel Südafrikas transportieren. Das sind 16 Waggons, in denen seit mehr als zehn Jahren Zahn- und Augenbehandlungen, Medikamente und Basis-Aufklärung angeboten werden. Aber diese 16 Waggons bedeuten für die Menschen noch viel mehr: Phelophepa ist ihr „Zug der Hoffnung“.

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HOFFNUNG AM KAP – STEFAN HIPPLER UND DAS AIDS-PROJEKT HOPE

D/ZA, 2003/04, 45 Min, BRScreenshot HOFFNUNG AM KAP - STEFAN HIPPLER UND DAS AIDS-PROJEKT HOPE

Bis heute ist die Diagnose „HIV-positiv“ ein Todesurteil in Südafrika. Der katholische Priester Stefan Hippler versucht, diese Todesspirale zu durchbrechen. Der 43-jährige Theologe ist Seelsorger der deutschsprachigen katholischen Gemeinde am Kap und Gründer des AIDS-Projekts

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DAS DEUTSCHE GUTACHTER(un)WESEN – IST DER PATIENT DAS OPFER?

D, 1999, 45 Min, BR

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DAS KLOSTER VON WÖRISHOFEN

D, 1998/99, 45 Min, BR

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DIE JAHRE GEHEN SO DAHIN – UND DANN IST MAN ALT -ALTE MENSCHEN IN DEUTSCHLAND

D, 1997, 60 Min, BR

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DIESES KIND WIRD NIE GEHEN KÖNNEN

D, 1994, 45 Min, arte/BR

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© 2018 Beatrice Sonhüter | Dokumentarfilmerin & cubecom