USCHI GLAS – ICH WEIß, WO ICH HERKOMM

 

In der Sendereihe „Lebenslinien“ im Bayerischen Fernsehen wird am 14.11.2016, 21.00 Uhr die Folge „Uschi Glas – Ich weiß, wo ich herkomm“ ausgestrahlt.

Als kleinen Teaser gibt es einen Gruß von Uschi Glas persönlich.

Weitere Informationen finden sich demnächst unter:
http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/lebenslinien

Folge Infos stammen aus der Landauer Zeitung:

Uschi Glas ist 1944 in Landau geboren worden. Gestern war sie in ihrer alten Heimat und drehte gemeinsam mit dem BR für die Portraitreihe „Lebenslinien“.

Ja, sie war es wirklich: Nach vielen Jahren ist Uschi Glas gestern an die Orte ihrer Kindheit und Jugend zurückgekehrt. Die Schauspielerin hat in Landau und Umgebung mit einem Team vom Bayerischen Fernsehen für die bekannte Sendereihe „Lebenslinien“ gedreht. In einem Porträt wollen die Filmemacher den Lebensweg der mittlerweile 72-Jährigen nachzeichnen – unabdingbar als Erinnerungsstätte ist der Spitalplatz, an dem Uschi Glas aufgewachsen ist.

So mancher Passant wollte seinen Augen gestern nicht ganz trauen, als die Schauspielerin ihren dunkelfarbigen Mercedes mit den Initialen „UG“ auf dem Münchner Kennzeichen vor der Metzgerei Schönhärl abstellte. Direkt dahinter hielt der blaue BR-Bus mit dem Kamerateam. Der Spitalplatz und insbesondere das Gebäude mit der Hausnummer 16 waren Dreh- und Angelpunkte ihrer Kindheit. Hier ist Uschi Glas aufgewachsen, als jüngstes von vier Geschwistern. Ihr Vater arbeitete beim Automobilhersteller Glas, war aber nicht mit ihm verwandt. Die Zeiten, wo Spitalplatz und Isarufer ihr Abenteuerspielplatz waren, sind lange vorbei. „Ehrlich gesagt, bin ich mir gar nicht sicher, wann ich das letzte Mal in Landau war“, gab die mittlerweile 72-jährige Uschi Glas gestern zu. „Es könnte 1997 beim Klassentreffen gewesen sein. Meine Eltern sind schon seit längerem verstorben. Mittlerweile habe ich kaum mehr Verwandte hier.“ Weil sie viel drehe, sei sie generell oft unterwegs und auch selten in ihrer Wahlheimat München anzutreffen, so Glas.

Zweierlei Gefühle haben die Schauspielerin gestern bei der Rückkehr an den Ort ihrer Kindheit überkommen. Einmal Freude über das Wiedersehen mit alten Freunden: Annemie Hohenthanner und Edeltraud Braun etwa, zwei Damen, die zu Kindergartenzeiten jede freie Minute mit „ihrer“ Uschi verbrachten. „Wir haben alle rund um den Spitalplatz gewohnt und so oft zusammen gespielt“, erinnerten sich die beiden Frauen gestern, während Uschi Glas an ihrer Seite über die Straße Richtung Elternhaus schlenderte. Die Schauspielerin, ganz bodenständig, in Jeans und mit flachen Schuhen, legte den beiden Frauen die Arme um die Schultern. Sie wirkten vertraut, so, als hätte sich keine von ihnen verändert. Verändert hat sich für Uschi Glas aber der Spitalplatz. „Darüber bin ich fast ein wenig enttäuscht“, bedauerte sie beim Anblick der umstehenden Gebäude und der vielen leeren Schaufenster. „Der Platz sah zu meiner Kindheit viel besser aus. Alle Häuser waren hergerichtet und gut in Schuss. Und wo sind die Läden hin? Der Platz ist doch so schön, man könnte was draus machen.“

Quelle: http://www.idowa.de/inhalt.landau-ein-leben-vor-der-kamera-der-br-gibt-uschi-glas-in-landau-die-ehre.f62e52d9-b901-4a61-9def-62ba9adb77a4.html
© 2012 Beatrice Sonhüter | Dokumentarfilmerin & cubecom